Wichtige Infos
rund um eine Nasen-OP

Sorgfältige Planung – Schonende Umsetzung

Eine Nasenkorrektur gehört zu den anspruchsvollsten ästhetischen Operationen. Nehmen Sie sich daher genug Zeit, um alle Informationen in Ruhe zu lesen und Ihre Entscheidung gut zu überdenken.

WICHTIGE GRUNDLAGENINFORMATIONEN

  • Jede operierte Nase braucht Zeit, um zu heilen. Kleine Unregelmäßigkeiten sind normal und können nicht vollständig vermieden werden.
  • „Perfekt“ ist subjektiv. Überlegen Sie genau, welches Ergebnis Sie sich wünschen.
  • Auch der beste Chirurg kann natürliche Grenzen nicht überschreiten. Hautdicke, Knorpelqualität und Ihre individuelle Heilung beeinflussen das Ergebnis.
  • Schwellungen bleiben mehrere Monate bestehen – es gibt kein Mittel, das den Prozess deutlich beschleunigt. Geduld ist wichtig.
  • Eine gelungene Nase sieht natürlich aus und passt harmonisch zu Ihrem Gesicht.
Dr. Buttler Nasenchirurgie München
Dr. med. Eckart Buttler

Realistische Erwartungen

  • Es gibt keine ideale Nasenform, die jedem steht. Social-Media-Ideen oder Filter-Bilder sind oft nicht realistisch.
  • Eine Nasen-OP verändert nicht Ihr gesamtes Leben. Sie verbessert ein Detail – nicht Ihre Persönlichkeit oder Ihre Lebensumstände.
  • Eine Nachkorrektur ist schwieriger als die erste OP und sollte nur bei klarer medizinischer oder ästhetischer Notwendigkeit erfolgen.
  • Ein Chirurg kann Ihre Nase nicht „neu erschaffen“, sondern nur das vorhandene Gewebe formen.

Psychische und gesundheitliche Voraussetzungen

  • Eine stabile psychische Verfassung ist wichtig für ein gutes Ergebnis.
  • Sprechen Sie offen über psychische Besonderheiten oder den Konsum von Rauschmitteln – spätestens für die Narkose ist Ehrlichkeit entscheidend.

Narkose und Alter

  • Die meisten Nasenkorrekturen werden in Vollnarkose durchgeführt, da dies sicherer und angenehmer ist.
  • Empfohlenes Mindestalter: ca. 18–21 Jahre.
  • Nach dem 60. Lebensjahr steigen Risiken und sinkt die Elastizität des Gewebes, wodurch Ergebnisse schwerer vorhersehbar sind.

Ihre Motivation

Fragen Sie sich ehrlich:

  • Warum möchte ich meine Nase verändern?
  • Entsteht der Wunsch aus mir selbst – oder aus äußerem Druck wie Social Media, Trennung oder Kritik?

Eine Operation sollte immer eine persönliche Entscheidung sein, nicht die Reaktion auf eine belastende Lebensphase.

Funktion der Nase

Ihre Nase ist wichtig für:

  • Atmung
  • Geruchssinn
  • Erwärmung und Befeuchtung der Luft

Schildern Sie Ihrem Arzt mögliche Beschwerden wie verstopfte Nase, Allergien oder Nasennebenhöhlenprobleme. Häufig lässt sich im Rahmen einer ästhetischen Operation auch die Atmung verbessern.

Vorbereitung auf die Operation

  • Ab 10 Tagen vorher: keine blutverdünnenden Medikamente (z. B. Aspirin, Ibuprofen) und keine Vitamin-E- oder Multivitaminpräparate.
  • Rauchen möglichst einstellen, mindestens 10 Tage vor der OP.
  • Alkohol vor der OP reduzieren.

Wundheilung – was normal ist

  • Schwellungen, Verhärtungen und Rötungen sind üblich und können Monate anhalten.
  • Die endgültige Form zeigt sich oft erst nach 1–2 Jahren.
  • Dickere Haut heilt langsamer und bildet leichter Narbengewebe.
  • Eine stabile Nasenstruktur ist wichtig, damit sich das Ergebnis langfristig hält.

Schmerzen und Beschwerden

  • Schmerzen sind selten und meist leicht mit einfachen Schmerzmitteln zu kontrollieren.
  • Ein Druck- oder Spannungsgefühl ist normal.
  • Die Nase kann sich anfangs taub anfühlen – das normalisiert sich meist nach einigen Wochen.
  • Blutergüsse um die Augen sind häufig und verschwinden in der Regel nach 10–14 Tagen.

Verhalten nach der OP

  • Sport: 6 Wochen pausieren, Kontaktsport 3 Monate meiden.
  • Sonnenexposition: mind. 6 Wochen vermeiden.
  • Brille: 4 Wochen möglichst nicht tragen oder gut polstern. Wenn Sie Kontatklinsen tragen können, so ist es gut in dieser Zeit auf das Tragen der Brille zu verzichen.
  • Gesichtspflege und Haarewaschen vorsichtig durchführen, Schiene trocken halten.
  • Kein Schnäuzen für ca. 4 Wochen. Beim Niesen bitte durch den geöffneten Mund.
  • Schlafen: höher gelagert, seitliches Liegen ist vorsichtig möglich.

Mögliche Risiken (selten)

  • Nachblutungen
  • Infektionen
  • Fremdkörperreaktionen
  • Septumhämatom

 

Komplikationen treten in erfahrenen Händen selten auf und werden individuell besprochen.

Wie finde ich den richtigen Nasenchirurgen?

  • Achten Sie auf Spezialisierung, Erfahrung und regelmäßig durchgeführte Nasenoperationen.
  • „Schönheitschirurg“ ist kein geschützter Titel – achten Sie auf die tatsächliche Weiterbildung.
  • Vertrauen Sie auf Empfehlungen, ausführliche Beratung und Ihr Bauchgefühl.
  • Die Veröffentlichung von Vorher-Nachher-Bildern ist in Deutschland nach dem Heilmittelwerbegesetz verboten. Wir zeigen Ihnen im Rahmen Ihrer Beratung vergleichbare Fälle, so dass Sie sich einen Eindruck von einem möglichen Ergebnis erhalten.
  • Beachten Sie auch die Entfernung zu Ihrem Operateur, denn neben der Beratung und Operation sind auch Kontrolltermine notwendig. Zudem können im Komplikationsfall weitere Behandlungen notwendig werden.
  • Holen Sie immer mehrere Meinungen ein, bevor Sie sich entscheiden.
  • Vorsicht bei Behandlungszusagen ohne Untersuchung

HNO oder plastischer Chirurg?

Beide Fachgruppen können ihre Ausbildung zum Facharzt abschließen, ohne einen ästhetischen Eingriff an der Nase durchgeführt zu haben, da ästhetische Nasenoperationen in ihrem Ausbildungskatalog nicht explizit vorgesehen sind.

Die Spezialisierung der funktionellen und ästhetischen Nasenchirurgie bekommen plastische Chirurgen in manchen Kliniken während ihrer Ausbildungszeit durch ihre Fokussierung auf die Rhinochirurgie. Keine Facharztgruppe hat ein Monopol in der Nasenchirurgie und daher soll ein guter Nasenchirurg sowohl den funktionellen als auch den ästhetischen Teil der Nasenoperation beherrschen. Die Bezeichnung „Schönheitschirurg“ ist in Deutschland nicht geschützt und kann unabhängig von jeglicher Weiterbildung, von jedem chirurgisch tätigen Arzt geführt werden.